Donnerstag, 8. Oktober 2015

2051: Smart Life in the City

Manchmal hat man als Fellow den Schulalltag so unmittelbar vor sich, dass man das große Ganze aus den Augen verliert. Dabei sind gerade die Fragen danach, wie Bildung in Zukunft funktionieren wird, ungemein wichtig:
Was werden die Kinder von morgen lernen? Wo wird Lernen passieren? Welches Wissen wird die Gesellschaft der Zukunft brauchen? Und welche Rolle wird die Schule dabei spielen?

Im Zuge der Ausstellung 2051: Smart Life in the City der Vienna Biennale 2015 im MAK bot sich einigen von uns Fellows 2014 die Gelegenheit genau diese Fragen zu stellen und einen Gedankenaustausch zu starten. In unserem Workshops Bildung 2051 diskutierten wir mit interessierten Ausstellungsbesuchern unter anderem die Rolle der Eltern und Lehrer der Zukunft. Hier einige Blitzlichter aus den Gesprächen:


„Schule wird nicht mehr dieses abgekoppelte Ding, sondern in das gesellschaftliche Leben integriert sein.“

„Lehrer werden nicht mehr die Allwissenden sein, die vorne stehen und erzählen, sondern mehr die Rolle eines Coachs einnehmen.“

„Ist doch egal wieviel man arbeitet. Gibt es einen Wert für die Gesellschaft muss die Arbeit auch entlohnt werden.“

„Kinder werden nur mehr eine Sprache sprechen – den Rest erledigt Google Translate.“


Besonders schön fanden wir den Abschlusskommentar eines Schweizer Teilnehmers, auf die Frage welchen ersten Schritt man denn setzen müsse: „Man muss bei den Kindern ein Feuer für Bildung entfachen, damit fängt alles an.“


Gregor Kainz, Fellow 2014